Geschichten & Weisheiten

Anregend, aus einem anderen Blickwinkel, nachdenklich: So sollen die Geschichten und Weisheiten sein, die ich in dieser Kolumne zusammengetragen habe, weil ich sie Ihnen wärmstens empfehlen kann.   Möchten Sie regelmässig mit einer neuen Geschichte versorgt werden? Dann abonnieren Sie meinen kostenlosen Newsletter!

Geschichten und Weisheiten praesentiert von Davor Baggio Newsletter abonnieren

Ich wünsche viel Freude und gute Erkenntnisse beim Lesen dieser tollen Geschichten & Weisheiten!

Wenn das Knie anschwillt

Um auch einmal etwas Konstruktives zu leisten, wollen wir uns jetzt mit den neuesten Errungenschaften der zeitgenössischen Medizin befassen. Es lässt sich nicht leugnen, dass beispielsweise dank der sogenannten ,,Antibiotika" sehr viele Patienten, die noch vor wenigen Jahren gestorben wären, heute am Leben bleiben und dass anderseits sehr viele Patienten, die noch vor wenigen Jahren am Leben geblieben wären, ... - aber wir wollen ja konstruktiv sein.

Es begann im Treppenhaus. Plötzlich fühlte ich ein leichtes Jucken in der linken Ohrmuschel. Meine Frau ruhte nicht eher, als bis ich einen Arzt aufsuchte. Man kann, so sagte sie, in diesen Dingen gar nicht vorsichtig genug sein.
Der Arzt kroch in mein Ohr, tat sich dort etwa eine halbe Stunde lang um, kam wieder zum Vorschein und gab mir bekannt, dass ich offenbar ein leichtes Jucken in der linken Ohrmuschel verspürte. „Nehmen Sie sechs Penicillin-Tabletten“ ,sagte er. „Das wird Ihnen gleich beide Ohren säubern.“
Ich schluckte die Tabletten. Zwei Tage später war das Jucken vergangen und meine linke Ohrmuschel fühlte sich wie neugeboren. Das einzige, was meine Freude ein wenig trübte, waren die roten Flecken auf meinem Bauch, deren Jucken mich beinahe wahnsinnig machte.
Unverzüglich suchte ich einen Spezialisten auf; er wusste nach einem kurzen Blick sofort Bescheid. „Manche Leute vertragen kein Penicillin und bekommen davon einen allergischen Ausschlag. Seien Sie unbesorgt. Zwölf Aureomycin-Pillen - und in ein paar Tagen ist alles wieder gut."
Das Aureomycin übte die erwünschte Wirkung: Die Flecken verschwanden. Es übte auch eine unerwünschte Wirkung: meine Knie schwollen an. Das Fieber stieg stündlich. Mühsam schleppte ich mich zum Spezialisten. ,,Diese Erscheinungen sind uns nicht ganz unbekannt", tröstete er mich. „Sie gehen häufig mit der Heilwirkung des Aureomycins Hand in Hand."
Ergab mir ein Rezept für 32 Terramycin-Tabletten. Sie wirkten Wunder. Das Fieber fiel und meine Knie schwollen ab. Der Spezialist, den wir an mein Krankenlager beriefen, stellte fest, dass der mörderische Schmerz in meinen Nieren eine Folge des Terramycins war, und ich sollte das nicht unterschätzen. Nieren sind schliesslich Nieren.
Eine geprüfte Krankenschwester verabreichte mir 64 Streptomycin-Injektionen, von denen die Bakterienkulturen in meinem Innern restlos vernichtet wurden.
Die zahlreichen Untersuchungen und Tests, die in den zahlreichen Laboratorien der modern eingerichteten Klinik an mir vorgenommen wurden, ergaben eindeutig, dass zwar in meinem ganzen Körper keine einzige lebende Mikrobe mehr existierte, dass aber auch meine Muskeln und Nervenstränge das Schicksal der Mikroben geteilt hatten. Nur ein extra starker Chloromycin-Schock konnte mein Leben noch retten.
Ich bekam einen extrastarken Chloromycin-Schock.

Meine Verehrer strömten in hellen Scharen zum Begräbnis, und viele Müssiggänger schlossen sich ihnen an. In seiner ergreifenden Grabrede kam der Pfarrer auch auf den heroischen Kampf zu sprechen, den die Medizin gegen meinen von Krankheit zerrütteten Organismus geführt und leider verloren hatte.

Es ist wirklich ein Jammer, dass ich so jung sterben musste.

Erst in der Hölle fiel mir ein, dass jenes Jucken in meiner Ohrmuschel von einem Mückenstich herrührte.

Ephraim Kishon

Folge deinem Traum

Monty Roberts, der bekannte (echte) Pferdeflüsterer, erzählte einer Gruppe von Menschen folgende Geschichte:
"Es gab einen Jungen, dessen Vater ein umherwandernder Pferdedresseur war, der von Stall zu Stall und von Ranch zu Ranch reiste um Pferde zu dressieren. So wurde die Schulausbildung seines Sohnes ständig unterbrochen. In der Oberstufe wurde sein Sohn gebeten, eine Arbeit darüber zu schreiben, was er werden und tun wollte, wenn er älter wäre. Er schrieb eine sieben Seiten lange Arbeit, die sein Ziel beschrieb, eines Tages eine Ranch zu besitzen. Er schrieb sehr ausführlich über seinen Traum und zeichnete sogar einen Plan, der alle Gebäude und Ställe zeigte, ebenso zeichnete er das 400m2 grosse Haus, das auf seiner Traumranch stehen sollte. Er hängte sein ganzes Herz an das Projekt und gab die Arbeit seinem Lehrer.
Zwei Tage später erhielt er sie zurück, mit einer glatten F (in den USA die schlechteste Note) und der Bemerkung, sich nach der Stunde bei seinem Lehrer zu melden. Der Junge mit dem Traum ging nach der Stunde zu dem Lehrer und fragte: "Warum habe ich eine F bekommen?" Der Lehrer sagte: "Dies ist ein unrealistischer Traum für einen Jungen wie dich. Du hast kein Geld. Du stammst aus einer Wanderarbeiterfamilie. Der Besitz einer Ranch kostet viel Geld. Du musst das Land kaufen. Es gibt keine Möglichkeit, dass du das jemals schaffen könntest. Wenn du diese Arbeit mit einem realistischen Ziel neu schreibst, werde ich die Nochte noch einmal überdenken."
Der Junge ging nach Hause und dachte lange darüber nach. Er fragte seinen Vater, was er tun sollte. Der Vater sagte: "Sieh mal, Sohn, du musst das selbst entscheiden. Ich glaube, es ist eine sehr wichtige Entscheidung für dich." Schliesslich, nachdem er eine Woche damit zugebracht hatte zu überlegen, reichte der Junge dieselbe Arbeit ein, ohne irgendetwas zu ändern. Er sagte: "Sie können die F stehen lassen, und ich kann meinen Traum behalten."
Monty wandte sich an die versammelte Gruppe und sagte: "Ich erzähle Ihnen diese Geschichte, weil Sie in meinem 400m2 Haus mitten in meiner 200-Morgen-Ranch sitzen. Ich habe diese Arbeit immer noch gerahmt über meinem Kamin hängen.
Der beste Teil der Geschichte ist, dass vor zwei Jahren im Sommer mein Lehrer mit einer Gruppe von 30 Kindern hier zum Zelten war. Als der Lehrer ging, sagte er: "Schau, Monty, ich sage dir jetzt etwas. Ich war so etwas wie ein Träumedieb. Während all dieser Jahre habe ich vielen Kindern die Träume gestohlen. Glücklicherweise hattest du genug Grips, deinen nicht aufzugeben.Aus dem Buch: "Hühnersuppe für die Seele", (Goldmann Verlag, 1996)

Der Banker und der Fischer

Ein Banker stand in einem kleinen mexikanischen Fischerdorf am Pier und beobachtete, wie ein kleines Fischerboot mit einem Fischer an Bord anlegte. Er hatte einige riesige Thunfische geladen. Der Banker gratulierte dem Fischer zu seinem prächtigen Fang und fragte, wie lange er dazu gebraucht hätte.Der Fischer antwortete: "Ein paar Stunden nur. Nicht lange."Daraufhin fragte der Banker, warum er denn nicht länger auf See geblieben sei, um noch mehr zu fangen.Der Fischer sagte, die Fische, reichten ihm, um seine Familie die nächsten Tage zu versorgen.Der Banker wiederum fragte: "Aber was tun Sie denn mit dem Rest des Tages?"Der Fischer erklärte: "Ich schlafe morgens aus, gehe ein bisschen fischen; spiele mit meinen Kindern, mache nach dem Mittagessen eine Siesta, döse am Strand, gehe ins Dorf spazieren, trinke dort ein Gläschen Wein oder verbringe den Abend mit meiner Frau oder spiele Gitarre mit meinen Freunden. Sie sehen, ich habe ein ausgefülltes Leben."Der Banker erklärte: "Wissen Sie, ich habe Betriebswirtschaft studiert und bin sehr erfolgreich in meinem Beruf. Vielleicht kann ich Ihnen ein paar nützliche Tipps geben, um mehr aus sich zu machen. Sie sollten nämlich mehr Zeit mit Fischen verbringen und von dem Erlös ein grösseres Boot kaufen. Mit dem Erlös hiervon wiederum könnten sie mehrere Boote kaufen, bis Sie eine ganze Flotte haben. Statt den Fang an einen Händler zu verkaufen, der daraus einen Verdienst macht, könnten Sie den umgehen und direkt an eine Fischfabrik verkaufen. Das würde Ihren Verdienst drastisch steigern und Sie könnten schliesslich eine eigene Fischverarbeitungsfabrik eröffnen. Sie könnten Produktion, Verarbeitung und Vertrieb selbst kontrollieren. Sie könnten dann dieses kleine Fischerdorf verlassen und nach Mexiko City oder Los Angeles und vielleicht sogar New York City umziehen, von wo aus Sie dann Ihr florierendes Unternehmen leiten würden."Der Fischer fragte: "Und wie lange wird dies alles dauern?"Der Banker antwortete: "So etwa 10 bis 15 Jahre. Höchstens 20."Der Fischer fragte: "Und was dann?"Der Banker lachte und sagte: "Dann kommt das Beste. Wenn die Zeit reif ist, könnten Sie mit ihrem Unternehmen an die Börse gehen; Ihre Unternehmensteile verkaufen und sehr reich werden. Sie könnten Millionen verdienen."Der Fischer sagte: "Millionen. Und dann?"Der Banker erwiderte: "Dann könnten Sie aufhören zu arbeiten. Sie könnten in ein kleines Fischerdorf an der Küste ziehen, morgens lange ausschlafen, ein bisschen fischen gehen, mit ihren Kindern spielen, eine Siesta machen, am Strand dösen, in das Dorf spazieren, am Abend ein Gläschen Wein und Zeit mit Ihrer Frau geniessen oder mit ihren Freunden Gitarre spielen."„Na,“ antwortete der Fischer „das tue ich doch jetzt auch schon.

“Frei nach Heinrich Böll

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